Die Brigade
Die Soldaten der 6. Jägerbrigade sind Spezialisten für Einsätze im Hochgebirge und in schwierigem Gelände wie z.B. verbautem Gebiet. Sie waren und sind ein Garant für die sichere Auftragserfüllung bei Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres im In- und Ausland.
Die Aufgaben der 6. Jägerbrigade sind die militärische Landesverteidigung, der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz zur Grenzraumüberwachung an den Grenzen zur Slowakei und Ungarn sowie der Einsatz zur Katastrophenhilfe bei Elementarereignissen.
Weitere Schwergewichte sind die Ausbildung von Kontingenten für friedensunterstützende Einsätze (Kosovo, Bosnien, etc.) und die Bereitstellung von Kräften für internationale Operationen (Kaderpräsenzeinheiten).
Die Gebirgsjäger der 6. Jägerbrigade bewährten sich bereits in vielen internationalen Missionen: In Zypern, Syrien, Afghanistan, im Kosovo, in Albanien und bei verschiedensten Einsätzen in Afrika, z.B. in der Demokratischen Republik Kongo und im Sudan.
Zusätzlich zur allgemeinen Infanterieausbildung werden die Soldaten der Brigade zum Kampf im Hochgebirge und in schwierigem Gelände ausgebildet. Deswegen ist auch die einzige gebirgsbewegliche Kaderpräsenzeinheit des Österreichischen Bundesheeres Teil der 6. Jägerbrigade. Die Spezialisierung der Brigade kommt auch im Organisationsplan zum Ausdruck: Die hochgebirgsbeweglichen Jägerkompanien verfügen über einen Alpinerkundungstrupp mit Heeresbergführern. Um die Selbstständigkeit der Bataillone in der Kampfunterstützung sicherzustellen, verfügen diese außerdem über eine Kampfunterstützungskompanie.
Gemäß dem Motto "Partnerschaftlich, professionell, gemeinsam erfolgreich" ist die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der 6. Jägerbrigade national und international anerkannt.
Der Kommandant
Brigadier Anton Waldner wurde 1960 in Lienz geboren. Nach Absolvierung der Militärakademie war er als Ausbildungsoffizier und Kompaniekommandant tätig. Nach dem Generalstabslehrgang von 1991 bis 1994 arbeitete Waldner als 2. Generalstabsoffizier und stellvertretender Stabschef der 4. Panzergrenadierbrigade sowie als G3 beim Militärkommando Oberösterreich.
2001 absolvierte Brigadier Waldner einen Auslandseinsatz als G3 Plans der Multinationalen Brigade Süd in Prizren, danach war er bis 2002 Kommandant des Jägerbataillons 15. Nach Verwendungen im früheren II. Korps und Kommando Landstreitkräfte leitete Brigadier Waldner zuletzt die Abteilung Controlling und Inspizierung im Streitkräfteführungskommando.
Brigadier Anton Waldner ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes. Seine Freizeit verbringt Brigadier Waldner gerne in den Tiroler und Salzburger Bergen.
Die Struktur des Brigadekommandos
- Kommando: Kommandant und Führungselement
- Stabsabteilung 1: Personalwesen
- Stabsabteilung 2: Militärische Sicherheit/Auslandskontakte
- Stabsabteilung 3: Ausbildung
- Stabsabteilung 4: Versorgungsführung
- Stabsabteilung 5: Planungen (Übungen, Ausbildung von Auslandskontingenten, etc.)
- Stabsabteilung 6: Fernmeldedienst, Informations- und Kommunikationstechnologie, Informationsmanagement
- Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation: Medienarbeit/Operative Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit
Chronik und Tradition der 6. Jägerbrigade
- Die 6. Jägerbrigade seit 1956
- Teilnahme von Soldaten der 6. Jägerbrigade an Einsätzen
- Unterstützungsleistungen der 6. Jägerbrigade
- Übungen, Wettkämpfe, Veranstaltungen
Die 6. Jägerbrigade seit 1956
1956: Im Zuge der Heeresgliederung 1956 nimmt die 6. Gebirgsbrigade im August den Dienstbetrieb auf. Der Verband besteht aus drei Jägerbataillonen, einer Artillerieabteilung sowie je einer Telegraphen-, Versorgungs- und Sanitätskompanie.
1957: Die 5. Kompanie des Jägerbataillons 22 wird umbenannt in Hochgebirgskompanie; aufgestellt werden die Stabskompanie 6, Panzerjägerkompanie 6 und Tragtierkompanie 6.
1958: Die Aufklärungskompanie 6 wird aufgestellt.
1961 entsteht die 'Olympiakompanie'. Ihre Soldaten sollen bei den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Innsbruck unterstützen.
1961: Im Februar wird die 2. Kompanie des Pionierbataillons 6 (die "Olympiakompanie") aufgestellt und unmittelbar durch die 6. Gebirgsbrigade geführt. Das Pionierbataillon wurde nie aufgestellt.
1962: Mit der Heeresgliederung 1962 wird die 6. Gebirgsjägerbrigade zur 6. Jägerbrigade. Im Oktober werden die selbstständigen Kompanien in das Stabsbataillon 6 zusammengefaßt. Die Jägerkompanie Lienz wird dem Jägerbataillon 26 in Spittal unterstellt.
1963: Die Hochgebirgskompanie wird aufgelöst und kommt als 2. Kompanie zum Ausbildungsbataillon 22.
1970: Im Februar gliedert sich die Garnison Lienz wieder in die 6. Jägerbrigade ein.
1975: Das Jägerbataillon 23 wird dem Militärkommando Vorarlberg unterstellt, die Feldambulanz dem Militärkommando Tirol. In Lienz entsteht das neue Jägerbataillon 24.
1978: Die 6. Jägerbrigade wird mit 6. Juli aufgelöst. Das Kommando der Brigade wird ins Militärkommando Tirol integriert, die Bataillone werden großteils zu Landwehrstammregimentern.
1992: Mit der "Heeresgliederung NEU" (Inkrafttreten 1994) entsteht aus dem Landwehrstammregiment 62 und dem Jägerbataillon 21 das neue Jägerregiment 6. Im Falle einer Mobilmachung wird das Regiment zur 6. Jägerbrigade (Truppe mit Gebirgstauglichkeit). Der neue Verband besteht aus Kommando, Stabskompanie, 1. und 2. Jägerkompanie (alle in Absam), der 3. Jägerkompanie (in Kufstein) und der schweren Kompanie (in St. Johann). Aus den Landwehrstammregimentern 61 und 63 entsteht das Stabsregiment 6, aus dem Landwehrstammregiment 64 das Jägerregiment Lienz.
1998: Das Stabsregiment 6 wird zum Stabsbataillon 6 (incl. Hochgebirgskompanie), das Jägerregiment 9 zum hochgebirgsbeweglichen Jägerbataillon 23 und das Jägerregiment Lienz zum Jägerbataillon 24 - ebenfalls hochgebirgsbeweglich. Mit dem neu unterstellten Jägerbataillon 15 erhält die Brigade einen lufttransportfähigen Verband.
2002: Die 6. Jägerbrigade wird dem neuen Kommando Landstreitkräfte unterstellt und erhält das Pionierbataillon 2.
2005: Als Folge der Bundesheer-Reform kommen das Jägerbataillon 26 und das Aufklärungsbataillon 2 zur Brigade, das Jägerbataillon 15 wird an die 4. Panzergrenadierbrigade abgegeben.
2006: Das Streitkräfteführungskommando entsteht, die Brigade wird ihm unterstellt. Der Verband besteht jetzt aus dem Kommando, dem Stabsbataillon 6, den Jägerbataillonen 23, 24 und 26 sowie dem Pionierbataillon 2 und dem Aufklärungsbataillon 2 (das jedoch im Zuge der Bundesheer-Reform aufgelöst wird).
2007: Das Stabsbataillon 6 verliert die Hochgebirgs- und die Pionierkompanie, bekommt dafür aber eine ABC-Kompanie und eine Lehrkompanie (beide in Absam) sowie eine Werkstattkompanie (in Innsbruck-Kranebitten).
Die Tragtierstaffeln der Jägerbataillone 23 und 26 werden aufgelöst, in Hochfilzen entsteht das neue Tragtierzentrum des Stabsbataillons 6.
Die Ausbildungskompanie des Militärkommandos Salzburg wird zur 3. Kompanie im Jägerbataillon 26 in Tamsweg. Das Jägerbataillon 24 erhält eine 3. Kompanie in St. Johann, in Lienz stellt das Bataillon eine Kaderpräsenzeinheit mit Kompaniekommando auf.
2009: Mit 1. Juli wird das Aufklärungsbataillon 2 aufgelöst.
Teilnahme von Soldaten der 6. Jägerbrigade an Einsätzen
Militärische Landesverteidigung:
- 1956 Ungarnkrise
- 1968 Tschechenkrise
- 1993 Jugoslawienkrise
Sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatz:
- 1967 Grenzsicherung Tiroler Südgrenze
- seit 1990 Grenzraumüberwachung Ostgrenze
Katastropheneinsätze:
- Lawinenunglück Galtür
- Hochwassereinsätze
- Einsätze bei Lawinenunglücken
Auslandseinsätze:
- Zypern
- Golanhöhen (UNDOF)
- Kosovo (KFOR)
- Bosnien (EUFOR)
- Afghanistan (ISAF) 2005: Erster Einsatz der Hochgebirgskompanie/Kaderpräsenzeinheit
- Einzelpersonen bei diversen Missionen in Afrika (Sudan, Kongo)
Unterstützungsleistungen der 6. Jägerbrigade
- Olympische Spiele in Innsbruck 1964/1976
- Diverse Schiweltcup-Veranstaltungen (z.B. Hahnenkammrennen in Kitzbühel)
- Schiweltmeisterschaft St. Anton 2001
Übungen, Wettkämpfe, Veranstaltungen
- 1958 Birnhorn
- 1958 Arlberg
- 1967 Eisbär
- 1967 Operation Mungo
- 1967 Marder
- 1967 Jochwind
- 1971 Ländle
- 1971 La Montanara
- 1972 Grenzland
- 1972 Karate
- 1973 Schwoich
- 1973 Steinkauz
- 1978 Kristall
- 1978 Raumverteidigungsübung Enzian 78
- Stabsrahmenübung Rheintal 99
- 2000 Kampfgruppenübung
- Verbandsübung Nordland 2000
- 2001 Kristall
- 2002 Winterexpress
- 2003 Bergfrieden
- Edelweiß Raid 2004
- Manöver Schutz 04
- Katastrophenhilfe-Übung EUDREX 04
- 2005 European Challenge
- Edelweiß Raid 2005
- 2006 Internationale Übung Peace Summit
- 2006 Jubiläum 100 Jahre Militärbergführer / 50 Jahre Heeresbergführer
- Edelweiß Raid 2007
- Gebirgsmarsch 2007
- Edelweiss Raid 2009
- European Endeavour 2009
- Damage Control 2009
- Damage Control 2010
Downloads
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Video "6. Jägerbrigade - Die Gebirgsbrigade des Österreichischen Bundesheeres"
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Video "Die 6. Jägerbrigade - Partnerschaftlich, Professionell, gemeinsam erfolgreich!"
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Videoclip "Kräfte für Internationale Operationen"
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Beitrag Tirol-TV "Edelweiß Raid 2007 - Der internationale Wettkampf der Gebirgsjäger"
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Info-Folder "Die 6. Jägerbrigade"
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Info-Folder "Kräfte für Internationale Operationen" (KIOP)
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Traditionsmarsch 6. Jägerbrigade - Edelweißmarsch




