Das Militärische Gesundheitswesen
Aufgabe des Militärischen Gesundheitswesens ist die medizinische Versorgung der Soldaten und zivilen Bundesheerangehörigen in Österreich, bei internationalen Hilfseinsätzen und bei Friedensmissionen.
Das Militärmedizinische Zentrum und die Sanitätszentren sind Ergebnisse der Zusammenlegung der Sanitätselemente Ost- Süd- und Westösterreichs. Dabei wurden die Militärspitäler, der Truppenärztliche Dienst und die Feldambulanzen zu medizinischen Kompetenzzentren zusammengefasst.
Das Militärmedizinische Zentrum
Das Militärmedizinische Zentrum in Wien-Stammersdorf ist das größte der Bundesheer-Sanitätszentren.
Durch Zusammenführung der Sanitätsdienststellen Heeresspital, Sanitätsschule, Gesundheits- und Krankenpflegeschule sowie der Sanitätsanstalten Baden und St. Pölten entstand ein Kompetenzzentrum, das die bestmögliche medizinische Versorgung für Soldaten und Bedienstete des Bundesheeres sicherstellt.
Die Heeresapotheke, das Arbeitsmedizinische Zentrum, der Truppenärztliche und der Notärztliche Dienst sind weitere wichtige Elemente des Militärmedizinischen Zentrums.
Das Sanitätszentrum Süd
Das Sanitätszentrum Süd ist für die medizinische Versorgung der Bundesheerangehörigen in Südösterreich verantwortlich. Es verfügt über das Militärspital 1 und eine Feldambulanz in Klagenfurt. Diese ist mobil und kann überall in der Welt eingesetzt werden.
Im Anlassfall kann auch das Militärspital innerhalb von 20 Tagen als Feldspital in Krisenregionen eingesetzt werden. Die Truppenärzte in den Garnisonen kümmern sich um die Gesundheit der Soldaten in Südösterreich.
Das Sanitätszentrum West
Das Sanitätszentrum West ist für die medizinische Versorgung der Soldaten und Heeresbediensteten in Westösterreich zuständig und betreibt eine der ersten Personendekontaminatsionsanlagen weltweit.
Das Militärspital 2 in Innsbruck kann zudem modernste Ausstattung in Bereichen der Radiologie und bildgebenden Verfahren aufweisen.
Die Feldambulanz Salzburg ist ein weiterer Teil des medizinischen Kompetenzzentrums in Westösterreich. Die Truppenärzte in den Garnisonen kümmern sich um das gesundheitliche Wohl der Soldaten in Westösterreich.
Die Feldambulanz Hörsching
Der Feldambulanz Hörsching obliegt als Sonderkrankenhaus des Bundesheeres die stationäre und fachärztliche Betreuung der Soldaten in Oberösterreich, Teilen Niederösterreichs und Salzburgs. Eine weitere Aufgabe der Feldambulanz ist, bis zu 3.000 Soldaten einer multinationalen Brigade medizinisch betreuen zu können.